Stadtgrün rechnet sich

Die Finanzlage der meisten Kommunen in Deutschland war und ist angespannt. Besonders betroffen sind dabei Bau und Instandhaltung der öffentlichen Grünflächen. Jedoch ist es ein Fehler, beim Grün zu sparen. Denn Stadtgrün lohnt sich auch wirtschaftlich. Für Klimaschutz, Reduzierung von Luftverschmutzung, Regenwassermanagement und die Stärkung von Vermögenswerten im Immobiliensektor müssen die Kommunen in Zukunft viel Geld investieren. Qualitativ hochwertige städtische Grünflächen können viele dieser Faktoren schon jetzt positiv beeinflussen und damit langfristig den Geldbeutel der Städte schonen.

In dieser Rubrik finden Sie Anregungen und Möglichkeiten, den Bau, Instandsetzung und Pflege von öffentlichem Grün zu sichern und zu unterstützen

Weißbuch „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“

© Fotolia / Tiberius Gracchus
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Im April 2017 veröffentlichte das Bundesumweltministerium das Weißbuch „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“ mit konkreten Handlungsempfehlungen und Umsetzungsmöglichkeiten. In dem Weißbuch finden sich Hinweise zu steigenden Qualitätsansprüchen an Grünflächen, Empfehlungen zur Integration von Stadtgrün in Klimaschutzkonzepte und Informationen über die Vorteile von Gebäudebegrünung.


Stadtgrün lohnt sich wirtschaftlich

© Fotolia / CPN
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Neben Erholung und Wohlbefinden bieten urbane Grünflächen auch wirtschaftliche Vorteile: Durch die vielen positiven Auswirkungen städtischen Grüns auf die Gesundheit der Bevölkerung, auf die regionale Wirtschaft und das Klima können Kommunen durch ihre Investitionen heute Kosten in der Zukunft sparen. So führt Stadtgrün zu einer Wertsteigerung von Grundstücken sowie Immobilien und fördert lokale Investitionen. Dadurch wird langfristig der Wirtschaftsstandort gestärkt.

Auch Kosten, die in Zukunft durch die Auswirkungen des Klimawandels entstehen, können durch städtisches Grün gemindert werden. Die Senkung der Feinstaubbelastung verhindert beispielsweise höhere Ausgaben im Gesundheitssektor. Auch Starkregen und den damit oftmals verbundenen Schäden können Grünflächen entgegenwirken.

 

Ein Übersicht über innovative Finanzierungsmodelle für öffentliches Grün gibt es in der Broschüre
"Innovative Finanzierungsmodelle für öffentliches Grün"


Städtebauförderung des Bundes und der Länder

© ebenart / Fotolia
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Direkte finanzielle Unterstützung können die Kommunen durch die Städtebauförderung des Bundes erhalten. Sie soll den Bundesländern und Kommunen helfen, nachhaltige städtebauliche Strukturen herzustellen und damit Innenstädte zu stärken, soziale Missstände zu beheben und strukturschwache Gebiete zu fördern.

Zur Verwirklichung dieser Ziele hat der Bund verschiedene Förderprogramme geschaffen. Sie befassen sich mit unterschiedlichen Teilaspekten der nachhaltigen Stadtentwicklung und sind jeweils mit eigenen Fördergeldern ausgestattet.


Mehr Informationen zur Städtebauförderung gibt es auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit


Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“

© Fotolia / JensHN
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Im Jahr 2017 hat der Bund erstmals das Programm „Zukunft Stadtgrün“ aufgelegt. Dieses Programm ist 2017 mit 47,5 Millionen Euro und 2018 noch einmal mit 50 Millionen Euro ausgestattet und soll gezielt zur Verbesserung der urbanen grünen Infrastruktur beitragen. Gefördert werden Maßnahmen, die insbesondere Grün- und Freiflächen erstellen, aufwerten oder vernetzen, um Städte gesünder, lebenswerter und zukunftssicherer zu machen.

Mehr zum neuen Förderprogramm finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit