06.06.2017

Hecken filtern Feinstaub

Zunehmend interessant sind Hecken nicht nur für Heimbesitzer, die ihr Zuhause vor neugierigen Blicken schützen möchten, sondern auch für Kommunen und Städte. Denn Hecken wirken nicht nur als Sichtschutz, sie filtern auch Feinstaub.

Liguster-Hecken zählen sowohl bei Hobbygärtnern als auch bei zunehmend mehr Stadtverwaltungen zum Klassiker. Liguster gilt als die ideale und unverwüstliche Hecke. Sie wächst schnell und bis zu drei bis fünf Meter in die Höhe, ist leicht zu schneiden und bleibt auch im Winter grün. Wegen seiner dichten Blattstruktur bindet der Liguster mehr Feinstaub als Pflanzen mit lockerer Struktur und produziert mehr Sauerstoff.

Von dieser Luftfilter-Funktion profitieren Städte besonders dort, wo viel Feinstaub entsteht: an dicht befahrenen Straßen. Denn etwa die Hälfte der Feinstaubpartikel stammt aus dem Straßenverkehr, von Abgasen sowie der Reifenabnutzung der Autos und Lastwagen. Hecken entlang der Fahrstreifen, in Knie- oder Bauchhöhe angelegt, binden den produzierten Feinstaub direkt am Ort der Entstehung. Dach- und Fassadenbegrünungen aber auch Bäume verstärken die Wirkung. Bereits eine ausgewachsene Buche mit ihren 600.000 Blättern nehme im Jahr eine Tonne Feinstaub auf und produziere 4,5 Tonnen Sauerstoff, sagt der Natur-Experte Conrad Ambers in seinem neuen Buch „Bäume auf die Dächer, Wälder in die Stadt“.

Neben der sauberen Luft profitieren Bürger auch sonst von mehr Hecken in der Stadt: Bei Hitze kühlen sie ab, bei Regen schützen sie Passanten vor Spritzwasser.