Sozialer Zusammenhalt in Nordrhein-Westfalen

Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten

Über das Programm Sozialer Zusammenhalt werden städtebauliche Gesamtmaßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung von Stadt- und Ortsteilen mit besonderem sozialem Entwicklungsbedarf gefördert. Hierbei handelt es sich um Gebiete, in denen erhebliche soziale Missstände mit wirtschaftlichen und städtebaulichen Problemen zusammentreffen und die aufgrund der Zusammensetzung und der wirtschaftlichen Situation der darin lebenden und arbeitenden Menschen erheblich benachteiligt sind. Damit soll ein Beitrag zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität und Nutzungsvielfalt, zur Integration aller Bevölkerungsgruppen und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in den Stadt- und Ortsteilen geleistet werden.

Das Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten entwickelt das bisherige Programm Soziale Stadt weiter fort. 

Wichtig:

Jetzt bewerben!

Bis zum 30. September 2020 können Städte und Gemeinden NRWs ihren Förderantrag für die Städtebauförderung 2021 bei der jeweils zuständigen Bezirksregierung stellen.

Sonderregelungen anlässlich der Auswirkungen von COVID-19: 
Alle über die Kosten- und Finanzierungsübersicht hinausgehenden, antragsbegründenden Unterlagen können den jeweiligen Bezirksregierungen bis zum 15. Januar 2021 nachgereicht werden.

Programmschwerpunkte

Die Programmziele für den Sozialen Zusammenhalt in NRW bestehen weiterhin darin, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt in den Quartieren zu erhöhen, Integration aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken. Im neuen Programm werden das Quartiersmanagement und die Mobilisierung von Teilhabe und ehrenamtlichem Engagement stärker betont.

Voraussetzungen

Maßnahmen des Klimaschutzes bzw. zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere durch Verbesserung der grünen Infrastruktur (beispielsweise des Stadtgrüns).

Die räumliche Festlegung kann als

Förderfähig sind vorrangig Gesamtmaßnahmen, die im Fördergebiet für ergänzende Maßnahmen Kooperationen mit Dritten vereinbaren. Im Sinne einer ganzheitlichen Perspektive sind vor Ort bestehende oder bereits geplante Projekte, Mittel und Akteure in die Förderung der Stadt- und Ortsteile einzubeziehen, um durch eine Abstimmung vor Ort die Kräfte zu bündeln. Zudem gilt es Strukturen für eine langfristige Verstetigung erfolgreicher Maßnahmen über den Förderzeitraum hinaus zu schaffen.

Einsatz von Fördermitteln

Die Fördermittel können insbesondere eingesetzt werden für:

Finanzierung

Die Höhe und Verteilung der Fördergelder des Bundes aus allen Städtebauförderprogrammen auf die Bundesländer werden jährlich in der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung beschlossen. NRW erhält 2020 vom Bund rund 37 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt. Durch die Drittelfinanzierung steuert das Land noch einmal die gleiche Summe bei: Daraus ergibt sich für die Kommunen insgesamt eine Fördersumme von rund 74 Millionen Euro.

Zur Verbesserung der Verwaltungsökonomie auf Ebene der einreichenden Städte und Gemeinden sowie der prüfenden Bezirksregierungen gilt ab dem Förderjahr 2021 ff. für das Land NRW: Die Aufnahme eines Antrags in das Städtebauförderprogramm 2021 ff. kann dann erfolgen, wenn der Förderbetrag mindestens 100.000 Euro beträgt.

Fristen

Städte und Gemeinden in NRW können sich noch bis zum 30. September 2020 bewerben.

Antrag

Für die Bewerbung ist das vorgesehende Antragsformular zu verwenden. Anträge für das Städtebauförderprogramm 2021 sind den Bezirksregierungen als Bewilligungsbehörden in elektronischer Form sowie bis auf Weiteres in Schriftform zu übersenden.

Unter Berücksichtigung der außergewöhnlichen Umstände in diesem Jahr 2020 stellt eine abweichende oder nur eingeschränkte Form einer Bürgerbeteiligung (zum Beispiel über Online-Verfahren) keinen Versagensgrund für einen fristgerecht eingereichten Antrag dar.

Weitere Programminformationen finden Sie hier.

 

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