Filmreife Idee für grünere Städte – der 1. Platz steht fest

Unzählige Einreichungen mit kreativen Ansätzen und innovativen Ideen haben wir zu unserer Ausschreibung für einen 1-Minüter erhalten, der das städtische Grün feiern und die Relevanz urbaner Grünflächen unterstreichen soll. Wir sind beeindruckt vom Engagement und den professionellen Treatments der Studierenden von deutschen Filmhochschulen, die uns in den vergangenen Wochen erreicht haben. Im Rahmen einer Jurysitzung haben wir uns für eine Gewinner-Idee entschieden, deren Produktion nun realisiert wird. Zusätzlich haben wir auch einen zweiten und dritten Platz ausgezeichnet, die ebenfalls mit einem Preisgeld belohnt werden. Die Gewinner des 1. Filmwettbewerbs rund um das Thema Stadtgrün sind:

1. Platz: NOZY Films – Stadtgrün darf keine Seltenheit sein

Fariba Buchheim und Andreas Pfohl von der HFF München bilden das Duo NOZY Films und konnten mit ihrem Treatment die Jury auf allen Ebenen überzeugen. Das mehrfach international ausgezeichnete Duo setzt in seinem Spot auf das Überraschungsmoment, will die Spannung bis zum Ende hochhalten und den Zuschauenden erst am Ende enthüllen, worum es eigentlich geht. Dabei spielt das Treatment mit viel Dynamik und wechselnden Schnitten zwischen den verschiedenen ProtagonistInnen, welche allesamt überrascht sind, von dem, was sie sehen – einen Stadtpark. Stadtgrün wird in NOZYs Treatment als etwas nie Dagewesenes, eine sensationelle Seltenheit, behandelt und mit diesem Twist und der Kritik gilt es, am Ende zu arbeiten – Stadtgrün darf in Zukunft keine Besonderheit sein und mitnichten für ein Überraschungsmoment sorgen. Neben einem Produktionskostenzuschuss von 15.000€ erhalten NOZY ein Preisgeld in Höhe von 2.000,- Euro.

2. Platz: Masha Mollenhauer und Lavina Stauber – Imagine

Über den zweiten Platz und 1.000,- Euro Preisgeld dürfen sich Masha Mollenhauer und Lavina Stauber von der HFF München freuen. Mit ihrem Treatment „Imagine“ zeichnen sie ein Bild von Stadtgrün, das mehr ist als ein Ort zum Verweilen und als Zukunftsvision dargestellt wird. Dabei wird die graue Ödnis des Alltags einer Protagonistin im Aufzug ihren Gedanken gegenübergestellt. Zeitgleich mit dem Aufzug reist sie gedanklich in eine üppig grüne Welt. Am Ende ihrer imaginären und tatsächlichen Reise angekommen, tritt sie aus dem Aufzug in einen begrünten Park über den Dächern der Stadt – ein kleines Stück Grün in der ansonsten recht tristen Realität, auch hier verbunden mit der stummen Kritik, dass gepflegtes Stadtgrün aktuell noch als viel zu selten anzutreffender Zufluchtsort gilt.

3. Platz: Pia Stummer und Luis Sütter – Zeit im Grünen

Zeit im Grünen möchten alle ProtagonistInnen im Treatment der Drittplatzierten Pia Stummer und Luis Sütter, ebenfalls von der HFF München, liebend gerne verbringen. Dafür stehen sie Schlange und warten an einem Einlasshäuschen darauf, dass ihre Zeit auf einem klitzekleinen Stückchen Grün gekommen ist und sie sich sonnen, Frisbee spielen oder ihre Zeit im Grünen anderweitig genießen können. Doch letztere ist äußerst knapp bemessen. Denn kaum erreicht man das Fleckchen Grün, muss es auch schon wieder verlassen werden, zur Not mit Zwang und unter der Aufsicht von Bodyguards. Die Botschaft dieses Treatments: Grün als knappes Gut, welches sich von BürgerInnen sehnlichst herbeigewünscht wird. Für die Drittplatzierung dürfen sich Stummer und Sütter über 500,- Euro Preisgeld freuen.

Obwohl alle Einsendungen mit dem Thema Stadtgrün kreativ waren und dessen Wichtigkeit hervorheben, betonen vor allem die drei Erstplatzierten Treatments deutlich, dass Stadtgrün Mangelware ist und herbeigesehnt wird.

Der Gewinnerfilm wird hier nach Fertigstellung im Herbst 2021 zu sehen sein.

 

© Pexels | Anete Lusina
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