Wie vernetztes Grün die Artenvielfalt stärkt

Die Stadt als ein Naturraum für Tiere und Pflanzen wird immer wichtiger. Wie Forscher der Universität Bern herausfanden, ist die Artenvielfalt in Städten mit ausreichend Grünflächen sogar höher als in Agrargebieten.

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Das Beispiel Frankfurt am Main bestätigt das. Viele Pflanzen gedeihen hier besser, weil sie unterschiedliche Biotope vorfinden. Zahlreiche Parks, Dachterrassen und Gärten schaffen im Gegensatz zu ländlichen Monokulturen unterschiedliche Lebensbedingungen. Den 1.700 verschiedenen Pflanzenarten in Frankfurt stehen im zehnmal größeren Taunus nur 1.200 Arten entgegen.

Bienen und Rauchschwalben profitieren von Grünflächen

Auch Tiere profitieren von den Bedingungen in der Stadt. Grund dafür ist das so genannte „vernetzte Grün“. So bezeichnen Experten Gebiete, in denen Waldabschnitte, Parkanlagen, Wiesen und Alleen eng angrenzen und ein Netzwerk von Grünflächen bilden. Bienen finden so im Umkreis von fünf Kilometern genügend Möglichkeiten, auf Dächern und Wiesen Nektar zu sammeln und Blütenpflanzen zu bestäuben. Andere Tiere, wie die Rauchschwalbe, nutzen das vernetzte Grün auch, um sich fortzubewegen. Auf ihrer Suche nach Nahrung fliegt die Rauchschwalbe Gärten, Parks oder Bäume in unmittelbarer Nähe an und kommt so von Trittstein zu Trittstein voran. 

Grünflächen tragen wesentlich dazu bei, dass Arten gegen die veränderten Lebensbedingungen durch den Klimawandel bewahrt werden und sich auch in urbanen Orten ansiedeln können.

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