Stadtgrün für die Gesundheit von Senioren

Städtisches Grün spielt eine große Rolle für die körperliche Betätigung, insbesondere von älteren Stadtbewohnern. Das belegt eine Studie der Uni Leipzig, die in Kooperation mit der Hong Kong Baptist University entstanden ist.

© Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.

Bewegungsmangel gilt als einer der zentralen Faktoren für die Gesundheit und Sterberate in Deutschland, genauso wie in China. In der Studie „Körperliche Aktivität von Älteren in städtischen Parks - ein Vergleich zwischen Hong Kong (China) und Leipzig (Deutschland).“ beobachteten Forscher in sechs Parks der jeweiligen Stadt ältere Menschen und deren körperliche Aktivitäten.

Städtische Parks konnten als wichtige Orte passiver und aktiver Erholung identifiziert werden. Sie bergen ein hohes Potenzial für regelmäßige körperliche Betätigung, vor allem älterer Menschen. Hier besteht jedoch Ausbaubedarf: Bisher nutzt nur ungefähr ein Drittel der Parkbesucher urbanes Grün, um sich zu bewegen. Bei älteren Menschen sind es noch weniger.

Parks als Bewegungsräume

Laufen und Fahrradfahren sind laut Studie die häufigsten Aktivitäten in Parks. Die Erreichbarkeit und der leichte Zugang mit dem Fahrrad sind zwei wichtige Faktoren, die laut Studie dazu beitragen können, die Fitness älterer Stadtbewohner zu fördern. Auch die Ausstattung von Sportplätzen spielt eine Rolle dabei, wie stark diese von älteren Menschen genutzt werden. In Hong Kong spielen ältere Menschen zum Beispiel gern Ballsportarten auf Basketball-, Fußball- und Tennisplätzen, in Leipzig laufen und fahren ältere Stadtbewohner Fahrrad auf dafür ausgewiesenen Wegen.

Die Altersgruppe der Senioren ist fast ausschließlich an sportlichen Aktivitäten mit niedrigem Intensitätslevel interessiert. Diese werden bevorzugt in sicheren Bewegungsräumen ausgeführt, die gleichzeitig durch Gruppenaktivitäten als Orte der Gemeinschaft dienen.

Grüne Stadtplanung für die Gesundheit von Senioren

Ob in China oder in Deutschland: Ältere Stadtbewohner brauchen leichten Zugang und Nähe zu Parks, um sich dort körperlich zu betätigen und diese auch als soziale Begegnungsräume zu nutzen. Außerdem motivieren speziell zugeschnittene Areale, wie Fahrradwege, Joggingstrecken und Sportplätze mit Zugang zu Sonnen- und Regenschutz viele ältere Menschen, in Parks ihre Fitness zu verbessern. Die Studie zeigt damit, dass Stadtplanung, die urbanes Grün mit ausgewiesenen Bewegungsräumen mitdenkt, zur Förderung der Gesundheit und des Soziallebens älterer Stadtbewohner beiträgt.

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