LEADER

Das Programm LEADER fördert seit 1991 Projekte im ländlichen Raum. In Deutschland gibt es insgesamt 321 LEADER-Regionen, die etwa zwei Drittel der Fläche Deutschlands abdecken. Lokale Aktionsgruppen (LAG) erarbeiten in den Regionen Entwicklungskonzepte. Ziel ist es, die ländlichen Bereiche in Europa auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen.
In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 gibt es bundesweit 321 LAGs, europaweit sind es rund 2600. LEADER ist Teil des Gemeinsamen Strategischen Rahmens (GSR) für alle Strukturfonds der EU.

Das Programm auf einen Blick

Profil: Ländliche Bereiche in Europa auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung unterstützen

Fördersumme EU-weit: 100 Milliarden Euro

Laufzeit: 2014-2020

Höhe und Art der Förderung

Die EU-Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums wird im Zeitraum 2014–2020 in Höhe von 100 Milliarden Euro aus dem Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert. Jedes EU-Land erhält eine Mittelzuteilung für diesen Sieben-Jahres-Zeitraum. Dadurch werden öffentliche Investitionen in Höhe von weiteren 61 Milliarden Euro in den Mitgliedsländern angeregt.
Neu in dieser Förderperiode ist auch der Ansatz, dass man mehrere kleine Projekte, die ein gemeinsames Ziel haben, zu einem Projekt zusammenfasst, das auch nur einen Förderantrag bedarf. Das Ziel dieser sogenannten Umbrella-Projekte besteht darin, vor allem Projekten mit kleinem Fördervolumen trotz der relativ hohen Verwaltungs- und Kontrollvorgaben einen Zugang zur LEADER-Förderung zu ermöglichen.
Bayern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen haben den LAGs die Option eröffnet, Umbrella-Projekte umsetzen zu können.

Maßnahmen

Ablauf

Die LEADER-Regionen sind zu Beginn der Förderperiode festgelegt worden. Nachträgliche Aufnahmen sind nicht vorgesehen. Innerhalb der Regionen können sich LAGs, die oft als Verein, in einigen Fällen auch als GmbH oder andere Rechtsform organisiert sind, um Fördermittel bei den entsprechenden Stellen bewerben. Die Entscheidung fällt dezentral in den Regionen, nicht auf Länder- oder Bundesebene. Während einige Regionen bereits alle Mittel verplant haben, haben andere ihr Budget noch nicht ausgeschöpft. Die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume kann die Ansprechpartner, so in den Regionen nicht bekannt, benennen.
Zuerst werden mögliche Projekte besprochen. Fördermittel einfach ohne Absprache mit den Regionsstellen zu beantragen ist bei LEADER nicht möglich.

Weitere Informationen

Hier finden Sie Lokale Aktionsgruppen nach Bundesländern sortiert.

Allgemeine Informationen finden Sie hier.

Beispiele für die Nutzung der Fördergelder sind hier aufgelistet.

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