Der grüne Sprung in die Zukunft

Beim Ausbau der grünen Infrastruktur und im Kampf gegen den Klimawandel leisten Gartenschauen einen bedeutenden Beitrag.

Gartenschau Gelsenkirchen (Nordsternpark), © Pixabay

Die Bedeutung von Gartenschauen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Sie sind längst kein reines Event mehr, sondern vielmehr ein wirkungsvoller Motor einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Im Rahmen einer Gartenschau kann urbanes Grün in sämtlichen Bereichen gefördert werden. Von neuen Freizeitflächen und Naturdenkmälern bis hin zur Schaffung von urbanem Wohnraum und einer Stadtinszenierung mit begrünten Dächern und Fassaden – Gartenschauen liefern diese und noch viel mehr anschauliche Maßnahmen für eine grüne Gestaltung der städtischen Infrastruktur.

Wirksamer Nebeneffekt: Eine erfolgreiche Gartenschau verleiht ein neues Image als attraktive, zukunftsorientierte und wirtschaftlich starke Stadt. Sowohl die Stadt als auch die Bewohner erleben langfristig positive Auswirkungen.

Gartenschauen geben eine grüne Identität

Alle zwei Jahre sind Bundesgartenschauen (BUGA) und Internationale Gartenbauausstellungen (IGA) das Highlight für Jung und Alt in einer Region. Betrachtet man Städte wie Koblenz (BUGA 2011) oder Heilbronn (BUGA 2019) findet man noch heute Parks, Freiräume und Anlagen, die im Rahmen der Ausstellung von Landschaftsarchitekten und Fachplanern geschaffen wurden. Für Bewohner und Touristen sind die grünen Freiräume mittlerweile ein attraktiver Anlaufpunkt und ein wertvoller Beitrag für die Lebensqualität.

Besonders gut funktioniert es, wenn die Gartenschau mit weiteren Ausstellungen verbunden wird. So können noch mehr Themen geschaffen werden, die für unterschiedliche Generationen interessant sind. Außerdem können noch mehr Akteure aus dem Umfeld eingespannt werden. Je mehr Interesse geweckt wird, je mehr Partner gefunden werden, desto mehr Besucher und stolze Einwohner werden in der Region zu finden sein. In der Wertschöpfungskette bedeutet das außerdem einen willkommenen Aufschwung für die Wirtschaft einer Stadt. 

Die Gartenschau als grüne Bewegung

Allein die Planungswettbewerbe vor einer Gartenschau führen zu optimalen Lösungen für die grüne Stadtentwicklung. Städtebauliche Projekte, die dann im Rahmen einer Gartenschau umgesetzt werden, bieten der Stadt außergewöhnliche Möglichkeiten und einen Handlungsrahmen, der sonst nicht so schnell umzusetzen wäre. Neue Flanierwege, Promenaden, grüne Quartiere und Kulissen werden innerhalb fester Termine geschaffen. Die Gartenschau ist nur der Anstoß für die Entstehung neuer Grünanlagen, aber entscheidend für den zukünftigen Wohn-, Arbeits- und Freizeitwert und für die Lebensqualität.

Dauerhafte Grünräume & wachsendes Potential für die urbane Region

Um zukunftsfähig zu sein, müssen Gemeinden und Kommunen bei allen Maßnahmen zunehmend an Klimawandel, Luftreinhaltung, Trinkwasserschutz und biologische Vielfalt denken. Durch Gartenschauen entstehen langfristig grüne Orte für Bürger, die nicht nur der Umwelt dienen, sondern auch Nachfolgegenerationen bereichern. Gartenschauen sind gelebte Stadtentwicklung und schaffen einen anhaltenden Mehrwert für die kommenden Generationen.

Aufgrund ihrer Nachhaltigkeit sind Bundesgartenschauen nicht nur von ideeller, sondern auch von wirtschaftlicher Bedeutung für eine Stadt und deren Umkreis. Grünpolitische und städtebauliche Ziele werden verwirklicht – und geben Impulse für weitere Zuschüsse und Wirtschaftsförderungen der Region.

 

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